Aufmaß des Gartens
Grundlagenermittlung
Im Rahmen des Aufmaßes werden die bestehenden Gegebenheiten Ihres Gartens detailliert erfasst. Dabei wird die Topografie mit besonderem Augenmerk auf Höhenunterschiede aufgenommen. Ebenso werden vorhandene Gebäude sowie angrenzende Elemente wie Belagsflächen, Stufen, Mauern und Vegetationsbereiche (Rasenflächen, Pflanzflächen und Gehölzbestand) dokumentiert. Besondere Ausstattungsmerkmale wie Teiche, Gartenhäuser oder weitere bauliche Anlagen fließen ebenfalls in die Bestandsaufnahme ein.
Zur Sicherstellung einer umfassenden Dokumentation wird der Bestand fotografisch festgehalten. Dadurch können wichtige Details erfasst werden, die für die weitere Planung von Bedeutung sind.
Die sorgfältige Bestandsaufnahme bildet die Grundlage für eine durchdachte und auf Ihre Anforderungen abgestimmte Planung, bei der alle relevanten Gegebenheiten berücksichtigt werden.
Falls bereits ein Plan eines Vermessungsbüros vorliegt, kann dieser als Grundlage verwendet und bei Bedarf ergänzt werden. Bei größeren (Garten-)Projekten empfiehlt es sich, ein Vermessungsbüro hinzuzuziehen, da diese auch bauplanungsrechtliche Aufgaben wie die Erstellung von Lageplänen, die Prüfung von Abstandsflächen oder die Klärung von Baulasten übernehmen.
Zur Grundlagenermittlung zählt auch die umfassende Prüfung sämtlicher relevanter Planungsunterlagen. Dazu gehören insbesondere die Auswertung von Bebauungsplänen (B-Plänen), die Analyse örtlicher Bauvorschriften sowie die Berücksichtigung städtischer Satzungen. Diese Unterlagen bilden eine wesentliche Grundlage für eine rechtssichere und fachgerechte Planung.
Was können Sie bereits vorab prüfen?
Wenn Sie nicht gerade neu bauen und keinen Hochbauarchitekten an Ihrer Seite haben, können Sie bereits selbst erste Recherchen anstellen.
Viele Städte und Gemeinden bieten Online-Services zu Bebauungsplänen & Festsetzungen sowie zugehörigen Satzungen an. Dort lässt sich unter anderem prüfen, ob beispielsweise ein Grünstreifen über Ihr Grundstück verläuft, der von jeglicher Bebauung freizuhalten ist.
Zudem enthalten viele Bebauungspläne konkrete Vorgaben – etwa zur Ausführung von Einfriedungen, zu zulässigen Baum- und Pflanzenarten oder zu bestehenden Versorgungsleitungen, die über das Grundstück führen und ebenfalls nicht überbaut werden dürfen.
So stellt beispielsweise die Stadt Sundern ihre Bebauungspläne digital zur Verfügung.
Hilfreich ist außerdem das Bauportal NRW, über das Sie sich einen ersten Überblick zu relevanten Vorgaben und Rahmenbedingungen verschaffen können.